Mainz 05 Fanclub-Vorstellung - Teil 1: Red Label
Seid gegrüßt liebe Freunde und Leser!
Wir haben uns, um euch einen besseren Einblick in die Mainzer Fanszene zu verschaffen, eine neue Kategorie einfallen lassen, in der ihr ab sofort regelmäßig unregelmäßig ein bisschen mehr über die Mainzer Fanclub Landschaft lernen könnt.
Wir wollen unseren Blog nutzen, um anderen Fanclubs, die evtl. keine Internetseite haben oder die wir einfach interessant finden eine Möglichkeit zu geben, sich mal ein wenig näher vorzustellen und ein bisschen über sich zu erzählen.
Dabei wollen wir alteingesessene sowie ganz neue Fanclubs vorstellen und ihnen eine Plattform bieten.
Den Auftakt dieser Reihe macht der Fanclub “Red Label”, der sich erst in diesem Jahr gegründet hat. Aber lest selbst…

Red Label – Über Sinn und Zweck des Seins
Gude all ihr rot-weißen Meedscher un Bube!
„Wer iss’n des eigendlisch, do diese `Red Label`?!“ Genau diese Frage haben wir nun schon öfter gehört, seitdem auch wir ein buntkoloriertes Banner unser Eigen nennen dürfen. Diese Frage gilt es nun aufzugreifen, möglichst tiefgründig zu beantworten – vor allem uns selbst gegenüber.
Eigentlich sind wir nur ein völlig gewöhnlicher, wilder Haufen Twens zwischen 20 und 24 Jahren – eigentlich. Einige von uns sind schon seit mehr als einer Dekade (un)privilegierte Dauerkartenbesitzer, andere haben erst zu dieser Saison ihr graues Dasein als Bruchwegtouris mit Tagesvisum hinter sich gelassen.
In unserem echten Leben – auch sowas gibt’s! – sind wir fast ausschließlich Studis oder Azubis, kommen alle aus Gau-Algesheim (unserem Epizentrum), Ingelheim oder aus der Landeshauptstadt und kennen uns teilweise schon seit Kleinauf. Und genau deswegen haben wir uns nun in einem Fanclub „organisiert“: zunächst um einen Gegenpol zum Alltag zu kreieren und nicht zuletzt, um unsere Freundschaft noch mehr auf den weltbesten FSV zu fokussieren.
Daher also begab es sich, dass wir zu Beginn des Jahres uns immer mehr und intensiver mit dem glorreichen Gedanken auseinandersetzten einen eigenen Fanclub zu gründen. Ruckizucki wählte dann an einem Wochenende, morgens um 3 Uhr in größter Bierlaune Jens – von allen nur liebevoll ‚Jensi‘ oder ‚Jubchen‘ gerufen – sich selbst zum Ehrenpräsidenten.
Diese Ansicht hat er jedoch ganz exklusiv – aber das sei hier lediglich Nebensache. Dumm nur, dass dieser – völlig unvorhersehbar – am nächsten Morgen noch von seinem Beschluss wusste! Und irgendwie schien er sich auch noch daran zu erinnern, dass Philipp für den darauffolgenden Freitag zur Gründungssitzung geladen hatte. So also fing alles an, im April 2011 …
Philipp füllt, quasi im Stile à la Felix Magath – also so von wegen ‚Personalunion‘ und so – die Funktion des Vorsitzenden, der Ticketingabteilung und die Schnittstelle zu 05 aus. Jensi begleitet wie geschildert die Funktion des Ehrenpräsidenten und wird dabei tatkräftig vom Getränkebeauftragten und Konferenzminister Theo unterstützt. ‚Konferenzminister‘ deshalb, da er sich einen dauerhaften Disput mit den restlichen Mitgliedern liefert, ob wir das 05-Spiel live oder nur in der Konferenz schauen.
Dieses Beispiel verdeutlicht die unterschiedliche emotionale Bindung der unsrigen zu unserem Verein: Während die Meisten gedanklich mit dem FSV aufwachen, den Tag verbringen und zu Bette gehen (?!), teilen wiederum Andere nur eine große Sympathie.
Während sich Niklas um die finanzielle Schieflage von Red Label bemüht, versuchen sich die restlichen Mitglieder immer wieder an dem Wettbewerb „viele Köche verderben den Brei“. Insgesamt sind wir mittlerweile 16 Mitglieder. Zu dem „wir“ gehören da noch: Yannick, Simon, Moritz, André, Marcel, René, Felix, Domi, Mario – und natürlich, wegen der Gleichberechtigung von Mann und Frau auch im Leistungssport, Vanessa, Anika und Katrin.
So, nachdem ihr nun wisst, wer wir sind, möchten wir euch gerne unser Verständnis des Supports näher bringen. Wir haben zwar bei unserer Gründung keinen Ehrenkodex gezeichnet, den wir verbissen durchsetzen wollen, aber dennoch eine klare Vorstellung. Wir lieben nun mal alle den Fußball und im Besonderen den unserer Buben im rot-weißen Trikot. Doch was für uns definitiv nicht zu dem Sport gehört sind Schlägereien, popcorn-schmatzende ‚Kunden‘ in den ‚Arenen‘ oder gar „Runner mit de Faaahn“-Rufe!
Einerseits besuchen wir die Spiele gerne im Trikot, andererseits haben wir aber auch nichts gegen ein geschlossenes Auftreten im szene-eigenen Shirt oder Sweater. Nun ist es also raus, wir sind weder ‚Ultras‘, noch einer der Fanclubs, der auch die dritte Mainz-05-Toaster-Kollektion bestellt.
Wir sind ganz klar: zwischendrin. Deswegen - und auch um möglichst lange vor einer Verjüngungskur der Szene, wie es sie in der Vergangenheit häufiger schon gab, bestehen zu können – haben wir uns selbst organisiert und gegründet.
Und genau das ist also auch der Grund für unseren Namen: ‚Red Label‘. Wir wollten damit zum Ausdruck bringen, etwas völlig eigenes zu sein und Abstand nehmen von irgendwelchen martialischen Bezeichnungen oder traditionsreichen Mainzer Namen, da wir uns unsere Vergangenheit sehr genau bewusst sind.
Mit ‚Red Label‘ wollten wir das zum Ausdruck bringen, was Mainz 05 heute ist: eine Marke. Und dabei wollen wir gar nicht die Image- oder Marketing-Marke „Mainz 05“ aufgreifen, sondern vielmehr die sportlichen und emotionalen Aspekte einer solchen Marke herausstellen: nämlich sich als Mannschaft und Gruppe über klar definierte, hergebrachte Tugenden und Charaktereigenschaften wahrzunehmen und aufzufassen.
Dem eigenen Anspruch immer wieder gerecht werden zu wollen und von Außenstehenden, Konkurrenten und Freunden immer wieder erkannt zu werden – als Mainz 05. Mit all seinen Stärken und Schwächen, Leidenschaft und Lebensfreude. Genau darin sehen wir auch unsere Aufgabe. In Zukunft die ‚Marke‘ zu pflegen, also auch in drei, fünf oder zehn Jahren noch zu wissen, was wir von der Mannschaft sehen wollen und was wir von ihr erwarten dürfen. Und das unabhängig von sportlichen Aufs und Abs, die es wohl – gerade bei uns – immer wieder geben wird, geben müssen wird.
Diesem Anspruch wollen wir künftig gerecht werden, für uns selbst zu wissen wie wir als Fanclub (geschlossen) auftreten wollen, was wir von der Mannschaft erwarten dürfen (ebenfalls geschlossenes Auftreten, mit viel Herz, Einsatz und Kampf) und wann wir als Fans auch mal laut werden dürfen – nämlich dann, wenn Leidenschaft und Einstellung mal nicht mehr stimmen.
Um diese ehrgeizigen Ziele erreichen zu können, sind wir natürlich auf viel mehr Unterstützung angewiesen. Daher wollen wir versuchen uns ab sofort auch mehr in die Kurvengestaltung und –Atmosphäre einzubringen.
Unser Banner haben wir bereits pünktlich zu Saisonbeginn fertiggestellt und wir freuen uns die Kurve weiter bereichern zu dürfen. Wenn viele kleine Gruppen sich an solchen Dingen beteiligen und wir uns untereinander somit quasi immer wieder gegenseitig „anstacheln“ und den Ehrgeiz wecken, ein noch tolleres Banner zu basteln für eine buntere Kurve, oder die Gesänge mit noch mehr Begeisterung zu singen, dann haben wir unser Ziel erreicht. Dann haben wir nämlich genau den Drive in der Kurve, den es braucht um bestehen zu können – auch auswärts!
Auswärtsfahrten sollen, neben unserem monatlichen Stammtisch, in Zukunft ein noch festerer Bestandteil unserer Gruppe werden.
So reisten bislang einige von uns dem FSV in (fast) alle Stadien der Republik nach, während andere das Reisefieber nur sporadisch packte. Dies wollen wir in Zukunft weiter ausbauen und vorantreiben, auch wenn manche immer wieder durch eigene sportliche Verpflichtungen jäh gestoppt werden. Begrüßen würden wir es, auf den Auswärtsfahren noch bessere Einblicke in die aktive Fanszene zu erhalten und häufiger in den Kontakt mit anderen Mitgliedern zu kommen.
Bei unserem aktuellen Bild mit Banner (leider nicht vollzählig) haben wir unser Verständnis von Pyrotechnik zum Ausdruck gebracht: die beiden Außenstehenden halten bewusst die Bengalos von der Gruppe weg, sodass keinerlei Gefahr besteht.
Wir unterstützen einen sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit Bengalos bzw. Pyrotechnik, der ausschließlich dazu dient die Stimmung zu bereichern und gleichzeitig garantiert, dass niemand zu Schaden kommt.
Nichts ist schlimmer als Verletzungen der Fans in unserer geliebten Kurve. Daher würden wir es sehr begrüßen, wenn es auserwählten Personen erlaubt wäre, beispielsweise auf dem Zaun sitzend die Fackeln gen Innenraum haltend anzuzünden. In besonderen Momenten, vor großen Spielen und nach außergewöhnlichen Toren versteht sich, um die Stimmung zu transportieren – auf die übrigen Ränge und vor allem auf die Mannschaft.
Zum Schluss möchten wir uns mit einem lauten „Alle Metzger sind Schweine“ „Super Metzger, Super Metzger, Hey, Hey“ bei den Meenzer Metzger für die Möglichkeit dieser Vorstellung hier bedanken. Gespannt warten wir nun auf hoffentlich noch viele folgende Fanclub-Vorstellungen an dieser Stelle.
Gerne dürft ihr uns natürlich auch ein Feedback mailen (redlabel@gmx.de) oder einfach mal auf ein Pils am Spieltag bei uns vorbeischauen. Wir stehen immer im Q-Block rechts oberhalb des Aufgangs.
Und wenn es künftig wieder mal heißt „Wer iss’n des eigendlisch, do diese `Red Label`?!“, dann klärt doch die Leute einfach auf oder schickt sie bei uns vorbei!

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich beim Fanclub “Red Label” bedanken, dass sie den Auftakt zu unsere neuen Reihe gemacht haben und uns einen interessanten Einblick in ihren Fanclub gegeben haben.
Solltet ihr auch Interesse daran haben, euren Fanclub mal vorzustellen, dann schreibt uns doch einfach eine eMail an blog(at)meenzer-metzger.de.
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