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    Fankongress 2012 in Berlin - Das Mainzer Resümee

    Am vergangenen Wochenende fand in Berlin der erste selbst organisierte bundesweite Fankongress unter dem Motto “Wie sieht der Fußball der Zukunft aus und welche Rolle spielen die Fans dabei?” statt.

    Daran nahmen insgesamt 550 Teilnehmer, darunter 80 Vertreter der Presse, viele hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland sowie Fanvertreter von über 60 Vereinen teil. Aus Mainz reisten 18 Vertreter von Fanprojekt, USM, HKM, Supporters, Meenzer Metzger 1999 sowie dem Fansehen an.


    An zwei Tagen gab es zahlreiche Diskussionsrunden, Workshops sowie Vorträge zu diversen fanpolitischen Themen. Hierzu zählten Anstoßzeiten, 50+1, Stadionverbote, Fankultur sowie Pyrotechnik.

    Wir brachten uns mit der Vorbereitung des Themas “Fankultur als soziales Phänomen” ein, wobei wir in Kooperation mit der Dortmunder Fanszene zwei Vorträge sowie zwei Podiumsdiskussionen organisierten.
    Hierbei ging es zum Einen um die Kampagne “kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein” und zum Anderen um das Thema “mehr als 90 Minuten - Ultrá und seine Facetten”. Zudem boten wir den Zuhörern einen Blick über den Tellerrand zur derzeitigen Situation der Fanszenen in England und Italien.
    Die von uns organisierten Veranstaltungen fanden regen Zulauf und brachten eine Reihe neuer Denkanstöße mit sich.Der gesamte Fankongress verlief in beeindruckend entspannter Atmosphäre, obwohl mehrere stark rivalisierende Fangruppen vor Ort waren. Eine sachliche und niveauvolle Gesprächskultur ermöglichte allen Teilnehmern einen konstruktiven und qualitativ hochwertigen Austausch.

    Insgesamt ist es dem Fankongress gelungen, das Bild der organisierten Fanszenen in den Medien positiv zu beeinflussen. Die Fankurven haben der Öffentlichkeit einen bisher nicht dagewesenen tiefen Einblick in ihre Kultur und ihr Selbstverständnis gewährt. Leider konnte der Kongress sein volles Potenzial nicht ausschöpfen, da durch Absagen von Verband und Polizeivertretern kontroverse und dringend notwendige Diskussionen nicht geführt werden konnten.

    Wichtigste Erkenntnis des Kongresses für die Mainzer Fanszene ist, dass die Kommunikation zu eigenen Standpunkten verbessert werden sollte. Dieser Weg führt nur über intensiv geführte Dialoge auf Augenhöhe, mit Fans und betroffenen Institutionen.

    Weitere Infos zum Fankongress findet Ihr in naher Zukunft auf den bekannten Medien der einzelnen Gruppen. Hier schon mal eine kleine Übersicht über die bisherige Berichterstattung:

    Video vom Mainzer Fankanal

    Abschlusspräsentation

    Artikel der Allgemeinen Zeitung Mainz:

    Interview mit Teilnehmern aus der Mainzer Fanszene

    Fankongress in Berlin: Lebhafte, aber sachliche Debatten über Pyros und Gewalt

    Fankongress in Berlin: Weiter Streit um Pyrotechnik - “Verbot ist nicht akzeptabel”

    Fussballanhänger aus Mainz und Kaiserslautern diskutieren beim Fankongress 2012


    Fotos von Rheinhessen-on-Tour bei Facebook


    Tagged: Fankongress Berlin 2012, Resümee,
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