Am Samstag war es also soweit: Es hieß Abschied nehmen, von unserem geliebten Stadion am Bruchweg.
Zu diesem Anlass hatten wir als aktive Fanszene zu einem gemeinsamen letzten Marsch aus der Stadt hoch zum Bruchweg aufgerufen.
Diesem Aufruf folgten für uns überraschenderweise viele Leute. Und so starteten wir mit etwa 3.500 bis 4.000 Leuten gegen 12 Uhr vom Schillerplatz und zogen über den Münsterplatz, die Alicenbrücke, den Binger Schlag, die Saarstraße hoch zum Martin-Luther-King-Weg und schließlich in unser Schmuckkästchen.
Die Teilnehmer waren buntgemischt und vom Hardcore-Fan über die Familie bishin zu älteren Herrschaften und Rolli-Fahrern war jeder dabei. Das bedeutet uns sehr sehr viel.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön allen Teilnehmer für das vorbildliche Verhalten und einen Marsch ohne jegliche Zwischenfälle oder Probleme.
Im Stadion gab es dann zum Einmarsch der Mannschaften unsere, über Monate hergestellte Choreografie zu sehen.
Das Herzstück bildete natürlich die Südtribüne, die mit einem Fahnenmeer in Rot und Weiß den Startschuss gab.
Davor zogen wir dann als die Spieler im Kabinengang standen eine 50 x 12,5m große Blockfahne als Vorhang vor der Südtribüne hoch.
Diese war mit den Wahrzeichen unserer geliebten goldenen Stadt mit viel Liebe zum Detail bemalt. Zu sehen war (von links nach rechts) das Haus zum Stein, die Zitadelle, das Weinhaus “Zum Spiegel”, der Osteiner Hof, der Holzturm, das Theater, St. Stephan, die Gutenbergstatue, die alte Universität, das Gautor, natürlich der wackelnde Dom und vor ihm im Herzen unser Stadion am Bruchweg, gerahmt von den Markthäusern, St. Quintin, dem Eisenturm, dem Rathaus, dem Schloss, St. Peter, die Christuskirche, dem Hauptbahnhof und der Synagoge.
Über der Stadt zwischen den Gebäuden drohnten unsere Choreo-Helden der vergangenen Jahre: Das Metzger-Schwein im feinen Zwirn, die USM-Sonne, die über allem strahlte, de gude Gudebersch und Ernst Neger, die sich über dem Dom im Arm liegen, das Mainzelmännchen, Disco Stu, der Mainz 05-Priester und Raoul Duke.
Sie alle waren gekommen um “Alla ‘dschee Schmuckkästche” zu sagen!
Aber auch die anderen Tribünen wurden in die Choreo mit eingebunden.
Auf der Haupttribüne waren in goldenen Lettern mit schwarzen Schatten die Jahreszahlen des Bruchwegs zu sehen: 1929 bis 2011.
Die Nordtribüne wurde mit einer 36 x 12m großen Plane mit einem historisch Motiv des alten Bruchwegs versehen, welches zum Teil auch auf einigen der diesjährigen Dauerkarten zu sehen war. Gerahmt war das Motiv von roten und weißen Pappen.
Dieses Muster durchzog das gesamte Stadionrund. Oben rot, unten weiß, auch auf den Zusatztribünen. Und natürlich durften dabei auch die Rollis unter der NW und der Nord nicht fehlen.
Auf der Gegengeraden war dieses Muster ebenfalls zu sehen. Allerdings war im Sitzplatzbereich, wie schon auf der Haupttribüne, mit großen goldenen Lettern “Bruchweg-” geschrieben. Das dazu gehörige “Stadion” war ebenfalls in goldenen Lettern mit schwarzen Schatten auf eine Plane in den Stehplatzbereich geschrieben.
Weitere Fotos findet ihr bei Rheinhessen-on-Tour und Zaunsturm 1905. Ein paar Fotos von hinter den Kulissen und den Vorbereitungen, sowie einige Detail-Fotos werden wir in den kommenden Tagen auch noch hier an dieser Stelle veröffentlichen.